rPtlvN0VLIzFu1OCRutGW2t-grZ9zS9zS8jveU9MVq0Wie bei den Voraussetzungen für Schulbegleithunde bereits erwähnt, sind Regeln für den Einsatz eines Schulbegleithundes in der Schule unumgänglich. Es braucht sowohl Regeln für die Art und Weise des Schulbegleithunde-Einsatzes als auch Regeln bezüglich des Verhaltens gegenüber dem Hund.

Dennoch bleibt aber die Hundbesitzer*in die wichtigste Vertrauens- und Bezugsperson des Hundes.
Einerseits sollte sich der Hund darauf verlassen können, dass seine Besitzer*in um sein Wohl besorgt ist und jede Situation zu seinen Gunsten einschätzen kann (so sollte er zum Beispiel merken, wann der Hund gestresst ist und aus der betreffenden Situation rausgenommen werden muss), andererseits sollte sich aber auch die Hundebesitzer*in auf seinen Hund verlassen können.
Eine gute und funktionierende Kommunikation zwischen Hund und Mensch und ein bereits gut eingespieltes Hund-Mensch-Team sind dabei sehr hilfreich.

Zum Wohl des Hundes und auch zum Wohl der Schüler*innen stellt die Hundebesitzer*in nicht nur Regeln auf, die die jeweils anwesenden Personen (Kinder, Lehrpersonen etc.) betreffen, sondern auch solche, die er selbst zu befolgen hat, um das Wohl des Hundes nicht aus den Augen zu verlieren.

Das Lehrpersonen-Hunde-Team:
Bringt eine Lehrperson ihren eigenen Hund in die Schule mit, sind die Voraussetzungen ideal – unabhängig davon, ob das Tier permanent, in einem bestimmten Turnus oder nur ausnahmsweise in der Schule ist: Die Lehrperson kennt nämlich nicht nur ihren Hund gut und kann dessen Verhalten und die Stressbelastung während eines Schulbesuches abschätzen. Sie kennt auch die Schüler*innen, kann deren Reaktion auf die Anwesenheit des Tieres einschätzen und die Kinder gezielt vorbereiten.
Ein Hund, der mit Regelmässigkeit  im Klassenzimmer ist, ermöglicht den Kindern, eine länger dauernde Beziehung zu ihm aufzubauen und bringt ihnen zahlreiche Vorteile: Die Kinder lernen den Hund in verschiedenen Situationen kennen, erleben auch sein Ruhebedürfnis und entdecken schrittweise seinen unverwechselbaren Charakter. So könnte sich im Laufe der Zeit sogar eine gegenseitige Freundschaft entwickeln. Für Kinder ohne eigenes Heimtier sind solche Erfahrungen besonders wertvoll.
Ein positives Verhältnis zum Tier erleichtert und verbessert auch die Beziehung zum Tierhalter – sprich: zur Lehrperson. Die aus tiergestützten Therapien bekannte Logik gilt auch in der schulischen Integrativen Förderung.

(Text geschrieben von Alexandra Wolf)